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Was ist ein Texter?

Texter Webtexter

Texter – welche Definition steckt eigentlich dahinter?

Das Leben eines Texters ist manchmal nicht einfach. Oftmals beginnen Gespräche mit neuen Bekanntschaften ungefähr so:

„Was machst du beruflich?“
„Ich bin Marketingtexterin. Ich schreibe für Unternehmen.“
„Oh, großartig!“

 (Zwanzig Minuten nach dem Gespräch) „Entschuldigung, kann ich nochmal fragen? Ich meine, was machst du eigentlich als Marketingtexterin? Was ist deine Arbeit denn genau?“

Eine kleine Anekdote aus dem Alltag eines Texters. Dieser Beitrag ist für diejenigen gedacht, die

  • über „die unverschämten Preise“ von guten Textern erschrecken;
  • mehr über den Job eines Marketingtexters wissen wollen;
  • denken, dass sie bereits alles über den Job wissen und doch mit hoher Wahrscheinlichkeit von falschen Annahmen ausgehen.

 

Missverständnisse und falsche Worte

Als Erstes möchte ich ein paar Missverständnisse klären:

  1. Texter ist nicht gleich Texter.
  2. Nicht alle Texter sind Werbetexter. Nur sind diese bekannter.
  3. Medizinische Texter haben ihre eigene spezielle Nische, die hier erst einmal nicht weiter behandelt wird.

Paradoxerweise fällt es einem Texter schwer, verständlich zu erklären, wo die Nuancen seines Jobs liegen.

Jesse Forrest (Marketing Manager bei A&AT) beispielsweise unterscheidet zwischen Textern, die schreiben, um seine Mitmenschen zum Handeln zu bewegen von jedem Autor, die schreiben, um zu informieren. Aber wer hat schon jemals von einem Contentautor gehört? Kaum jemand. Das Wort „Autor“ ist allerdings bekannter, doch muss man um den Unterschied wissen. Bei der Aussage „Ich bin Autor“ denkt ein Laie augenblicklich an spannende Romane, romantische Gedichte – und zu einem gewissen Grad vielleicht auch noch an Journalismus. Es ist also ein linguistisches Minenfeld, genau zu erklären, was ein Texter oder Contentautor eigentlich ist.

Ich persönlich vertrete die Antwort: Der Beruf des Texters ist nicht einfach zu verstehen. Aber ein Merkmal schweißt uns alle zusammen: Wir arbeiten täglich mit Worten.

Texter Webtexter

Was macht ein Texter in seinem Job?

Neben seiner Tätigkeit des Schreibens fällt in sein Arbeitsumfeld:

  • Recherche aus verschiedenen Quellen.
  • Formatierungen der Texte mit Überschriften, Aufzählungen.
  • Korrekturlesen des Textes.
  • Projekte verwalten.
  • Quellbilder bei Portalen heraussuchen suchen oder selbst erstellen.
  • Planen und implementieren von Marketing-Kampagnen.

Obwohl Wörter die Grundsubstanz bilden, ist es wichtig zu verstehen, dass nicht das Schreiben die meiste Zeit auffrisst. Aufwendig sind die Recherchen, das Suchen, Optimieren und Formatieren – neben einer Reihe weiterer, scheinbar peripherer Aufgaben. Beim Formatieren werden Überschriften gesetzt, Absätze eingefügt und Aufzählungen gemacht.

Tatsächlich lautet beim Artikulieren die Devise, dass für ein Schreibprojekt die Hälfte der Zeit damit verbracht werden sollte zu recherchieren. Ein Drittel der Zeit muss für die Bearbeitung beansprucht werden und nur ein Sechstel, um den Text zu schreiben. Ungeachtet dessen, was andere denken, ist Copywriting viel mehr als nur “Wörter tippen”.

Für wen schreiben wir “Copywriter”?

Anders als fiktive Autoren oder Journalisten, schreiben Texter in der Regel mit einer Agenda, nämlich die des Kunden. Auf dessen Wunsch bewerben wir ein Produkt, begeistern seine Zielgruppe oder beweisen Fachwissen.

Schriftliche Inhalte werden von Unternehmen in vielerlei Hinsicht verwendet, insbesondere mit dem Aufkommen von Inbound-Marketing. Hierbei geht es darum, mit und über Kunden zu sprechen, anstatt ein Produkt oder eine Dienstleistung zu pushen.

Das heißt, Texter müssen vielseitig sein, schnell lernen und wenig Ego besitzen. Sie werden den Namen eines Texters kaum erkennen – unsere Arbeit läuft normalerweise unter dem Namen des Kunden. Wir müssen Änderungen vornehmen, die nicht nur die Marketingabteilung des Kunden zufriedenstellt, sondern auch dessen Rechts-, Verkaufs- und Markenaufsicht

Wir Texter kümmern uns um die Qualität unserer Arbeit – aber wir dürfen nicht viel was kosten.

Was ich wirklich meine: Jeder Werbetexter hat zwar seine eigene Stimme, diese aber hinter der des Kunden zurückbleibt. Wir müssen unseren Schreibstil und -ton anpassen, je nachdem, für wen wir sprechen und zu wem wir sprechen.

Was schreiben Texter?



Wenn Sie etwas Wichtiges sagen wollen, schreiben wir Texte für:

  • Blogeinträge können zwischen 200 und 1500 Wörtern lang sein. Sie sind etwas informeller oder eigensinniger gehalten, dieses variiert von Kundenwunsch zu Kundenwunsch.
  • Ratgeber sind in der Regel 1500 bis 2500 Wörter lang mit informativen, pädagogischen Texten. Sie erklären entweder die Ursachen eines Problems oder zeigen auf, wie dieses gelöst werden kann. Oft wird die Lösung mit dem verbunden, was der Kunde verkauft. Aber der Großteil des Ratgebers ist objektiv und nützlich.
  • E-Mail-Kampagnen sind dazu da, Interesse und Aufmerksamkeit zu wecken oder eine Aktion anzuregen. Sie müssen kurz, verlockend und informativ sein.
  • Social-Media-Beiträge bestehen aus kurzen „Posts“. Aber auch 280-Zeichen-Tweets und originelle Facebook-Nachrichten zu schreiben ist nicht einfach, schließlich muss das Interesse des Lesers in wenigen Sekunden geweckt werden. Social-Media-Arbeit bedeutet auch oft Copywriting.
  • Website-Texte zu schreiben, kommt mit seinen eigenen Regeln und Leitprinzipien. Es ist eine eigene Sparte, aber viele Texter werden kreativ, damit Artikel auch für Suchmaschinen interessant sind.
  • Newsletter informieren über neue Produkte. Das hat allerdings zur Folge, dass Texter sich umfassend über das jeweiligen Thema informieren müssen.

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